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WE4MORIA

In ganz Österreich und anderen EU-Ländern übernachten seit Anfang dieses Jahres Menschen im Freien in Zelten, um auf die dramatische Lage von geflüchteten Menschen aufmerksam zu machen und die dringend notwendige Hilfe einzufordern. So auch am 27.März in Villach.

Es war eine erfolgreiche Veranstaltung mit etwa 150 Teilnehmenden am Samstagnachmittag und rund 15 Übernachtenden. Kunstinstallationen, Lesungen und Musikdarbietungen haben die Reden von unterschiedlichen Persönlichkeiten aus Politik, NGOs und Kirche untermalt.

            Zwei Texte der Schreibwerkstatt von Eva Burian finden sich hier:

           Dunkelheit 21, Dunkelheit Goeldner

Die Schlafenden wurden um 4 Uhr in der Früh von drei Menschen am Kirchenplatz mit Jauche beworfen. Anzeige ist erstattet, Übermittlung an die Staatsanwaltschaft erfolgt.

Diese politisch motivierte Tat darf die Botschaft der Veranstaltung nicht übertönen: zahlreiche Menschen, Organisationen und Vertreter der Kirchen treten jetzt in Österreich für einen menschenwürdigen Umgang mit den Geflüchteten in Europa ein, und für die Evakuation der Tausenden Menschen, die in den schlimmsten Bedingungen in Griechenland und Bosnien ausharren müssen.

Aktion – 1. WE4MORIA Villach

In ganz Österreich und anderen EU-Ländern übernachten seit Anfang dieses Jahres Menschen im Freien in Zelten, um auf die dramatische Lage von geflüchteten Menschen aufmerksam zu machen und die dringend notwendige Hilfe einzufordern. In Villach haben deshalb am Samstag, 27.03.2021 im Rahmen einer Mahnwache bzw. Protestcamp auf dem Unteren Kirchenplatz Menschen in/auf Schlafsäcken auf dem Erdboden an die menschenunwürdige Situation von Geflüchteten in Lagern innerhalb der EU aufmerksam gemacht; einige Aktivist:innen übernachteten dort bis Sonntag.

Begleitet wurde die Aktion am Samstag von einem bunten Rahmenprogramm. Die Moderation übernahm Simone Dueller. Künstlerische Textbeiträge gab es von der Schreibwerkstatt. Musikalische Unterstützung brachten die Sänger:innen Stephanie Laggner und Francisco Valentino ein. Statements wurden von Vertreter:innen verschiedener Vereine, Institutionen und Parteien sowie der Stadt Villach und von der Plattform Migration abgegeben. Die Plattform Migration fordert mit dieser Aktion die Einhaltung der Menschenwürde für Geflüchtete und die Aufnahme von Menschen auf der Flucht.

In der Nacht kam es zu einem Zwischenfall, als Unbekannte einen Jaucheangriff auf die Schlafenden Aktivist:innen vornahmen. Villachs Bürgermeister Günther Albel verurteilte die Tat, diese solle nicht ohne Konsequenzen bleiben. Um als Stadt Villach ein Zeichen für die Aufnahmebereitschaft von Geflüchteten zu setzen, fordern die betroffenen Aktivist:innen ebenso wie die Plattform Migration, dass sich Villach als sicherer Hafen deklariert und damit unterstreicht, dass sich geflüchtete Menschen in Villach sicher fühlen können.

Ein Pressebericht zur Veranstaltung in Villach ist hier verfügbar.

Aktion – 2. WE4MORIA Villach

Das zweite WE4MORIA wird am 08.05.2021stattfinden. Nähere Infos findet Ihr hier


Zur Organisation eines WE4MORIA könnt Ihr diesen How-to-Guide nutzen.

Allgemeine Informationen zu der Aktion Wochenende für Moria finden Sie hier.